Laos Winter 2007/2008

Reise durch Laos im Winter 2007/2008. Luang Prabang, Vang Vieng, Vientane
Das Visum erhält man "upon arrival". Eine Sache von weniger, als einer halben Stunde dann sind die 30 Passagiere, die der kleinen Turboprop-Maschine entsteigen, bereits abgefertigt. Oui's Guesthouse - Bereits von Deutschland aus hatten wir hier ein Zimmer für vier Tage reserviert. Was sofort auffällt, die Häuser sind  weitestgehend aus Stein. Oui's Guesthouse In den selbstgebrannten und hochprozentigen Schnaps schmeißen die Laoten jede Menge giftiges Tierzeug. Ob die Tiere an dem Gesöff sterben oder bereits tot hinein kommen, hatten wir nicht gefragt... ... dafür wurden wir über die Verwendung aufgeklärt. Getrunken wird der hochprozentige Reisschnaps fast ausschließlich von Männern, bevor sie ihrer Liebsten einen Besuch abstatten. Je giftiger das Vieh in der Flasche, desto "erfolgreicher" wird der Besuch. Mekong - Der asiatischte Fluss Indochinas und dessen Lebensader.
Hahnenkämpfe erfreuen sich auch hier hoher Beliebtheit. Fähre hinüber an das andere Ufer nach Ban Chane. Zahlreiche Wats hält auch Luang Prabang für den Reisenden bereit. So viele dieser Tempelanlagen hatten wir bisher gesehen, dass uns die Begeisterung für immer neue und doch wieder gleiche Pagoden etwas abhanden gekommen ist. Armes Schwein ... aber immerhin mit dem Taxi zum Metzger. Luang Prabang - Tourishop Der "Tempelberg", 328 Stufen über der Stadt. Hat man diese erst einmal hinter sich gebracht und die 10.000 Kip (1 Euro) Eintritt bezahlt, findet man hier oben zahlreiche  Buddha-Figuren und Wats.
Zudem hat man von hier oben einen traumhaften Ausblick auf die Region und den Fluss. Luang Prabang Luang Prabang Luang Prabang - Brücke über den Nam Khan Luang Prabang - Mercedes Na, die ham heut noch was vor
Stammtisch Don't pay the ferryman, until ... Da es heute zu spät für den Höhlentempel Tham Thing geworden ist, lassen wir uns für 10 Dollar ein Stück Stromabwärts nach Ban Chane fahren... ... der kleine Ort ist bekannt für seine traditionelle Töpferei. Am Rande des Dorfes befinden sich drei urzeitlich anmutende, unterirdische Brennöfen. Sämtliche Familien sind hier mit der Töpferei beschäftigt... ... um jede Ecke, um die man biegt, findet man jemanden, der gerade einen der Arbeitsschritte ausführt.
Das Equipment ist nicht ganz neu ... ... wäre in dieser Umgebung ja auch vollkommen fehl am Platz. Sobald die Sonne untergeht, werden die Stände für den Nachtmarkt aufgebaut. Tatsächlich kommen hier die Handwerker, Weber und Händler aus der ganzen Region zusammen. Die Preise sind gesalzen, ist das Publikum doch rein touristisch. Luang Prabang - Nachtmarkt Luang Prabang - Nachtmarkt Papierherstellung - Der erste Stop auf unserer Flussfahrt, den Mekong hinauf nach Ban Pak Ou. Wie der kleine Ort heißt, an dem wir kurz nach dem Start in Luang Prabang halten, weiß ich nicht mehr. Interessant war es, zu beobachten, wie Schritt für Schritt aus den Zellulosefasern Papier entsteht.
Papier für Touris An jeder Ecke stehen die Rahmen mit dem "Papierbrei" zum Trocknen. Webstuhl Ban Sang Hay - Ursprünglich war der kleine Ort bekannt, für seine Töpferkunst. Zwischenzeitlich konzentriert man sich jedoch auf das Füllen der Töpfe. Ban Sang Hay Ban Sang Hay
Ban Sang Hay - Für die Laoten eher ein Potenzmittel, als Schnaps. Ich habe bereits zwei Töchter, das reicht. Bei mir steht die Flasche daher im Schrank als Erinnerung. Ban Pak Ou - Pak Ou bedeutet Mündung des Ou, denn hier fließt der Nam Ou in den Mekong. Hauptattraktion ist jedoch die Höhle Tham Thing... Tham Thing beherbergt eine schier unüberschaubare Anzahl von Buddha-Figuren, ... ... die seit 1560 von den laotischen Königen und ihrem Gefolge bei ihren Pilgerfahrten hierher mitgebracht wurden ... ... Insgesamt sollen es einst über 5000 gewesen sein, doch die wachsende Anzahl der Touristen hat besonders die Reihen der kleinen Metall- und Holzfiguren stark gelichtet. 051 Höhlentempel
Berichtet wird, dass es den "Souvenirjägern" oft schlecht erging und nicht wenige von ihnen sogar der Tod ereilte. Einige der Figuren sollen dann angeblich doch in den Hotelzimmern zurückgeblieben sein, von wo sie die Rückreise nach Tham Thing antraten. 053 Höhlentempel 054 Mekong 055 Feldarbeit Fahrt zum Wasserfall Tat Kuang Si - John Deere hat auch hier noch keine Niederlassung. Tat Kuang Si - Spider. So richtig wohl ist einem nicht, wenn man so quer durch den Wald läuft.
Tat Kuang Si - Bären. Unmittelbar am Eingang liegen zwei große Gehege, eines für Bären... ... das andere für Phet, die Tigerin. Ein Schild klärt über die Geschichte der Tiere auf. Wilderer hatten die Eltern getötet. Tat Kuang Si - Wasserfall Knapp 30 Kilometer südlich von Luang Prabang befindet sich dieses Naturschutzgebiet. Auf der offenen Pritsche des Taxis hatten wir uns fast den Hintern abgefroren. Das wirklich traumhaft schöne Gelände entschädigt aber massiv für die Strapazen. Tat Kuang Si - Wasserfall Stufenweise sprudelt das Wasser über die Kalksteinfelsen und bildet im unteren Teil zahlreiche Bassins. Tat Kuang Si - Wasserfall Die Wasserfälle sind beliebtes Ausflugsziel der Einwohner Lunag Prabangs. Zahlreiche Stellen für ein gemütliches Picknick finden sich an den Wegen.
Tat Kuang Si - Dschungellodge Hier wohnt schon lange kein Gast mehr. 065 Wasserfall Rückweg nach Lunag Prabang - Karussell Wer sieht, warum es sich dreht? Lunag Prabang - Monks Walk Früh morgens kommen die Mönche aus ihren Tempeln, um - so die Tradition - um Speisen zu bitten. Diese Tradition findet in Luang Prabang im Rahmen des sogenannten "Monks Walks" statt. Das Absurde daran ist, dass die am Strassenrand sitzenden Gläubigen, derart zahlreich sind, dass der viele Reis, die Glückskekse und andere Speisen, nicht mehr in die Beutel der Mönche passen. Alle hundert Meter stehen daher Körbe, in die die Mönche ihre vollen Taschen entleeren. Luang Prabang - Strassenküche
Elephant Lodge - Landausflug Die "Elephant Lodge" ist Teil des "Elephant Park Project" und befindet sich in der Nähe Luang Prabangs am Nam Khan River inmitten eines weitläufigen Reservates. Elephant Lodge - Pause In der Nähe der Lodge befindet sich ein kleines Dorf. Dorthin machen wir einen kurzen Ausflug. Direkt vor der Kneipe der Boule- Platz. Wir werden aufgefordert mitzuspielen, lehnen aber dankend ab. Elephant Lodge, so oder so ähnlich hatte ich mir das vorgestellt. Auf einer Terrasse über dem Fluss sitzend, ein Bier und eine gute Zigarre genießend, einfach nur schauen... Tat Sae, ein weiterer Wasserfall in der Nähe des Elefanten Camp. Auch hier wieder unzählige kleine Bassins, verteilt in dieser Flußlandschaft.
Tat Sae - Kein Blatt vor dem Mund Tat Sae - Fast schon Dschungel Die Anlage ist extrem weitläufig. Immer verfallener werden die Brücken, bis wir uns entschließen, kehrt zu machen. Tat Sae - Elefantenwäsche Tat Sae - Elefantenwäsche Nam Khan River - Zurück geht es 20 Minuten über den Fluss zur Lodge. So touristisch das Elefanten Camp auch aufgzogen sein mag, so ursprünglich ist doch die Gegend links und rechts des Flusses...
Von dem kleinen Ort aus, in dem wir mittags bereits waren, schlendern wir noch weiter hinunter zum Fluss. Wäre es nicht Realität, diese Szenerie hätte die besten Chancen ganz oben auf der Liste der kitschigsten Landschaften zu stehen. Die Kinder werden im Fluss gebadet, die Sonne versinkt als roter Ball hinter den Bergen und zu allem Überfluss spielt irgendwo auch noch ein Radio laotische Schmusesongs. Busbahnhof Mit dem Bus geht es nach Vang Vieng. Zwei Tuna Sandwiches ersetzen das Frühstück. Baguette - Hinterlassenschaft der Franzosen. So ziemlich alles wird auf den Dächern der Busse transportiert. (knapp 10 Jahre später sollte meine BMW auf dem Dachgepäckträger eines Busses durch Pakistan reisen) Unserer ist deutlich modernen, ein wahres Monstrum mit zwei gelenkten Vorderachsen. Vang Vieng - Unter "Sehenswertes" steht bei Vang Vieng "Natur pur und die zahlreichen Höhlen". Meine persönlichen Erinnerungen an Vang Vieng sind vor allem die extrem niedrigen Temperaturen. Nachts war es echt saukalt. Tatsächlich kriechen wir den halben Tag nicht nur in dieser gut ausgebauten Höhle sondern in zahlreichen kleineren umher, um dann über die weite Ebenen den Rückmarsch zu unserem Bungalow anzutreten. Vientiane - es gibt einfach nichts besseres, als Nudelsuppe.
Pho - Die geheime Zutat Man wurde gefragt: Huhn oder Schwein und welche Art Nudeln. Die Nudeln werden einfach in die heiße Brühe geworfen. Dann geht es los: Jede Menge Büschel mit den unterschiedlichsten Kräutern werden auf den Tisch gestellt, dazu Sojasauce und die Fischsauce (Nuoc Mam oder Nam Pla). Daneben Chilipulver, Chilis in Essig und noch ein paar andere Pulver. Hier bekamen wir erstmals auch einen Korb mit süßem Schmalzgebäck auf den Tisch gestellt. Durch geheime Beobachtung des Nachbartisches brachten wir in Erfahrung, dass man dieses Gebäck mit Hilfe der bei den Essstäbchen stehenden Kinderschere (!) in die Suppe schneidet. Leider waren wir nur drei Tage in Vientiane und entdeckten die Garküche erst am zweiten Morgen - eine absolute Empfehlung. Könnte in der Nokeo Khoumane Str. sein. Vientiane - Einer der ältesten Tempel der Stadt. Im Vordergrund gut zu erkennen, der Trommelturm.