Philippinen 2008

Pandan Island
Lake Taal - Für diese Reise hatten wir uns auf etwas ganz besonderes eingelassen. Knapp zwei Wochen wollten wir nach Pandan Island, eine winzige Insel, die außer einem sehr einfachen Resort nichts zu bieten hatte. Um die weite Anreise etwas kurzweiliger zu gestalten, besuchten wir auf dem Weg nach Pandan den Lake Taal. Der reservierte Bungalow stand aber vor Dreck, was selbst uns zu viel war, zumal auch noch unverschämt teuer. Nach einer Nacht hauten wir wieder ab. Tanauan - Vom Lake Taal ging es mit dem Jeepney nach Tanauan. Von dort mit dem Bus nach Batangas am Südende der Hauptinsel Luzon. Weiter mit der Fähre nach Mamburau auf Mindoro und von dort mit Minibus nach Sablayan. Dort holt einen das Versorgungsboot von Pandan ab oder man mietet selber eines. Fähre Luzon - Mindoro Jetzt wurde uns klar, warum diese Dampfer "Seelenverkäufer" heißen. Hier sollte der ADAC mal einen Fährcheck machen. Nach stundenlanger Anreise, Jetlag und - welche Ausrede fällt mir noch ein - kann es ja mal passieren, dass man kurz einnickt. Kann man kaufen, gibt aber leider kein Trinkwasser. Mamburau - Die Alternative wäre Puerto Galeria. Am Nordrand von Mindoro macht einem jedoch ein Gebirgszug einen Strich durch die Rechnung.
Laster Mamburau - Die übliche Abzocke kann beginnen. Prompt fallen wir auch wieder auf drauf rein. Man möchte meinen, irgendwann kennt man alle Tricks. Nachdem wir zu zwölft mit dem Gepäck auf dem Dach glücklich in dem Minibus saßen und ungefähr zehn Mal gefragt hatten, ob die Kiste auch wirklich für 300 Piso pro Nase nach Sablayan fährt, hält die Karre ein paar Kilometer später an einer Bushaltestelle - Endstation. Den hätten wir dann nehmen können, um 6 Stunden (!) über Staubpiste nach Sablayan zu fahren. Großartig! Wir schluckten die Kröte und heuerten noch mal ein Taxi an, das uns bis zum Einbruch der Dunkelheit dorthin brachte. Sablayan Paradise Island - Ein Fluss trennt diese Landzunge von der Stadt. Dahinter liegt das Südchinesische Meer. Die Ärmsten der Armen leben in unvorstellbaren hygienischen Verhältnissen auf dieser "Paradiesinsel" Sablayan Sablayan Paradise Island - Das Wasser steht vor Dreck, Fäkalien und allem möglichen Unrat. Alles wird einfach ins Meer geworfen. Direkt vor der Mündung des Flusses liegt South Pandan Island. Nicht zu bewohnen wegen des Drecks. Wir fahren ein Stück weiter die Küste nach oben nach North Pandan Island.
Pandan Island - Und das ist es. Eine winzige Insel. Flach auf der einen Seite mit einem kleinen Resort, sonst nichts. Kein Süßwasser, kein Strom, keine Straßen, nur Ruhe. Als erstes schifft es erst einmal, was durchaus positiv ist. Die Duschen werden mit salzigem Meerwasser betrieben. Im Bad befindet sich eine große Tonne, die täglich mit Süßwasser mittels eines Versorgungsbootes aufgefüllt wird. Als letztes nimmt man einfach ein paar Kellen Süßwasser und spült damit das Salz von der Haut. Abendrot Vielleicht 20 Cottages hat das Resort. Außer den Gästen und dem Personal gibt es keine anderen Menschen auf der Insel. Dass man den langen Sandstrand für sich alleine hat ist dann klar. Sogar zweistöckig ist unsere Bleibe. Zehn Tage nur barfuß - nicht einmal Badelatschen.
Hängematte Einer der wenigen anderen Badegäste. Der traumhaft weiße Sandstrand war ideal zum Baden. Wenige Meter weiter wurde das Wasser bereits tief und an den Strand schloss sich direkt ein Riff an. Für Schnorchler ideale Verhältnisse. Einzig auf die Skorpionfisch sollte man etwas achten In erster Linie, um täglich das Süßwasser für die Duschen zu holen. Der Sandstrand zieht sich um die Spitze der Insel. Auf dieser Seite gibt es Seeschildkröten. Die Tierchen sind zwar harmlos, wenn so eine Madame mit knapp einem Meter Durchmesser neben einem auftaucht und rüberschaut, wird einem trotzdem mulmig. Muss man nichts mehr sagen - oder? Tagsüber werden mittels Solarkollektoren Autobatterien aufgeladen, die nach Sonnenuntergang Strom liefern. Zum Betreiben der Kühlschränke läuft im hinteren Teil der Anlage ein Generator. Das kühle Bier liegt in Eisboxen, welches das Versorgungsboot mitbringt.
21 StrandMitKneipe Pandan Island Einfach aber sauber. Der Dreck fliegt durch die Ritzen, das Moskitonetz ist dicht, von den Tierchen bleibt man so dicht am Wasser aber eh' meist verschont. Dschungeltour - Manchmal fällt eine Schlange vom Baum. Sind aber alle ausnahmslos ungefährlich. Wir hatten eine im Haus, bis ich den Foto holte, war sie schon wieder weg. Dschungeltour So sieht es auf der gegenüberliegenden Seite aus, zerklüftet mit scharfkantigen Steinen
Angeschlossen an das Resort ist eine kleine Tauchbasis. Dort kann man zum einen Die notwendigen Lizenzen erwerben zum anderen mehrtägige Tauchtouren buchen. Dominique eine ehemaliger Kellner aus einer Bar am Genfer See führt das Resort seit fast 20 Jahren. Perfekt durchorganisiert, mit Personal, das - sehr selten auf den Philippinen - schon jahrelang mit ihm zusammenarbeitet. Für die Rückreise hatten wir uns nach langem hin und her dann doch für das Wasserflugzeug entschieden. 700 USD, wer weiß, ob ich jemals wieder die Gelegenheit habe. Auf etwa 1000 Meter Höhe fliegt die kleine Cessna. Der Pilot, ein furchtbar griesgrämiger Ami. Eine Stunde später sind wir bereits in Manila. Um kurz nach Mitternacht geht unser Flieger über Dubai zurück nach München. Das ist das einzig wirklich ätzende an den Reisen nach SO-Asien, das Warten auf den Nachtflug.