Thailand 2003

Bangkok, Golf von Siam und Ko Tao
Bangkok - Wat Phra Kaeo Einer der berühmtesten Wats des Landes und so etwas, wie das Wahrzeichen. Er beherberg den "smaragdenen Buddha", der aber wahrscheinlich aus Jade bestehet. Zum Vorschein kam er bei einem Blitzeinschlag 1434 in Chiang Rai. über Chiang Mai und Vientianne (Laos) kam er 1778 zurück nach Thailand. Die ersten Jahre in Thonburi, dann nach Bangkok in den Wat Phra Kaeo, der gleichzeitig mit Gründung der Stadt im Jahr 1782 erbaut wurde. Fotografieren ist dort verboten, die Anlagen um die Halle herum sind jedoch nicht minder interessant. Wat Phra Kaeo - Furchterregend Yaks und steinerne Tempelwächter stehen dort. Die Chedis sind mit Kinaris oder Fabelwesen verziert. Wenn man nur wenig Zeit hat oder nicht Dutzende von Wats besichtigen möchte - die, so war zumindest unser Eindruck, irgendwann alle gleich aussehen - sollte man den Wat Phra Kaeo ganz oben auf die Liste setzen, denn der ist tatsächlich beeindruckend. Bangkok - In Peter Scholl-Latours Buch "Der Tod im Reisfeld", steht ein Satz, in dem Bangkok erwähnt wird: "Sollte die nordvietnamesische Armee durch nichts zu stoppen sein, der Stadtverkehr von Bangkok wird das schaffen." Die war echt Klasse. Nicht nur, was man auf so einer Tour durch die Klongs alles zu sehen bekommt, auch der Geschäftssinn der Steuerfrau war beeindruckend. So oft hintereinander wurden wir wirklich noch nie beschissen... Zahlreiche Kanäle, die Klongs. durchziehen Bangkok, das ihm deswegen auch den Namen "Venedig des Ostens" eingebracht hat. Von dem großen Strom, der durch Bangkok fließt, dem Chao Phraya, zweigen unzählige Seitenarme in die älteren Viertel der Stadt ab.
Bangkok ist eine moderne Metropole. Hier sieht man die Stadt noch so, wie man sie sich zu Hause auf dem Sofa sitzend vorstellt. Unser erster Eindruck: Sehr idyllisch. Dann kam der Knabe abgepaddelt und hatte sein gesamtes Boot voller "Andenken". Die Bootslenkerin stoppte den Motor - Kooperation. Immer wieder verneinten wir, danke, keine Fächer, keine Holzelefanten, keine Essstäbchen, keine.. Seine letzte Idee: Ein Bier für die Frau am Steuer. Also gut. Wir zahlten 2 Euro für eine Dose, das Vierfache des normalen Preises. Die Dose blieb zu, bis wir ausstiegen. Bei der nächsten Runde bekam sie der Typ sicher zurück und man teilte sich den Betrag. Speedboats heißen diese Dinger, so was wie ein Wassertaxi. Ein Automotor ist beweglich auf einer Stange befestigt, hinten raus ragt eine mehrere Meter lange Welle für die Schiffsschraube. Die Dinger sind abartig schnell und vor allem abartig laut. Weder gibt es einen Luftfilter noch einen Auspuff. Reptilienfarm - Kleine Unterbrechung des Trips. Bangkok - Reptilienfarm Auf der Farm wird unter anderem das für die Herstellung von Schlangenserum notwendige Gift gewonnen, die Schlangen "gemolken". Wie häufig die Jungs in der Manege darauf zurückgreifen müssen, konnte uns niemand sagen.
Ungiftig - die Schlange! Mir wurde gesagt, sie sei satt, dann würgt sie nicht - zumindest nicht so fest. Wenn man sich mit seiner Garküche nicht an den Strassenrand stellen kann, muss man sie eben auf ein Boot montieren. Noch mal einen Blick in die Hinterhöfe. Hua Hin - Nach zwei Tagen Aufenthalt in Bangkok sollte es mit dem Zug nach Süden gehen, nach Chumphon und weiter auf eine Insel. Das war mit Abstand die schlimmste Zugfahrt, die ich in meinem Leben jemals gemacht habe. Der Zug dritter Klasse kam bereits vollkommen überfüllt aus Nordthailand, Chiang Mai, in Bangkoks Hauptbahnhof dem Hualumpong an. Wir quetschten uns mit unseren Rucksäcken noch dazu, in der Annahme, dass die Leute sicher spätestens in den Vororten aussteigen werden. Aussteigen tat niemand, nein, es kamen immer neue Fahrgäste dazu. Unseren beiden Mädels bot eine Thai ihren Platz an, für die war es am schlimmsten. Acht Stunden standen wir eingepfercht, wie die Heringe in diesem Wagen. Es war der Tag vor dem thailändischen Neujahrsfestes - Songkran
Songkran - Hua Hin ist das "Königliche Seebad" und war Endstation. Wir suchten uns ein Guesthouse und wollten am nächsten Tag mit dem Zug weiter. Als wir auf die Strasse traten, dachten wir, alle sind verrückt geworden. Die ursprünglich rituellen Waschungen haben sich im Laufe der Geschichte dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen. Es entstehen auf den Straßen spontan regelrechte Umzüge von offenen Wagen, auf denen die Feiernden gefüllte Wassertonnen transportieren, um Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachzufüllen. Außerdem wird man mit Babypuder oder Talkum bestäubt, bzw. im Gesicht damit bemalt. Hua Hin - Songkran Das war unser erstes Ziel, der Strand von Ban Krud. Hier gab es tatsächlich keine anderen Menschen außer uns. Der Kilometer lange Strand ist ein Traum. Allerdings gibt es auch praktisch keine Unterkünfte. Wir hatten wieder einmal Glück und konnten bei einem emeritierten Kunstprofessor, einem Deutschen, der schon seit Jahren mit seiner thailändischen Frau hier lebt, wohnen. Es geht weiter nach Süden. Wenn man etwas lernt in Asien, dann ist es Geduld. Zwei Stunden hatte der "Sprinter" aus Bangkok kommend inzwischen Verspätung. Warten am Bahnhofsplatz von Ban Krud Hat Thung Wua Laen - Wieder ein traumhafter Strand, an den wir uns etwa zehn Kilometer außerhalb Chumphons fahren lassen. Wir bleiben einige Tage im View Resort.
Hat Thung Wua Laen - Songkran ist vorbei und der Strand gehört uns alleine. Wenn es sonst keinen Grund geben sollte, nach Chumphon zu fahren, allein wegen des Essens haben wir es tatsächlich Jahre später nochmals getan. Hier ist das chicken with cashewnuts noch würziger, das minced spicy beef noch schärfer und der red snapper noch zarter. Tatsächlich ist der Grund unseres Aufenthalts aber der Hafen, von dem aus die Schiffe nach Ko Samui und Ko Tao abfahren. Chumphon Die erste Woche waren wir praktisch nur abseits des Touristenstroms unterwegs. Der holte uns hier mit aller Macht wieder ein. Ko Tao ist vor allem bekannt wegen seiner sehr guten Tauchgründe, weniger wegen seiner Strände. Mit einem Pick up ließen wir uns für wahre Unsummen etwas umherfahren, auf der Suche nach einem geeigneten Resort für die nächste Woche.
Ko Tao - Dies war unser Bungalow für die erste Nacht. Traumhaft gelegen mit einem wunderschönen Blick über die Bucht. Blick heißt oben, oben heißt Gepäck schleppen und das heißt bei über 30 Grad schwitzen. Zweiter großer Nachteil, gerade für die Kinder, kein Strand. Nur Korallen, auf den sich Corinna bereits den halben Fuss aufgeschnitten hatte. Charm Churee Villa - Wir zogen um, griffen etwas tiefer in den Geldbeutel und mieteten dieses Bungalow. Diese Anlage ist perfekt... ... mit eigenem Strand, sehr gutem Essen und super nettem Service. Ko Tao - Charm Churee Villa Ko Tao - Charm Churee Villa
Das Resort liegt ewas abseits am Rand des Urwaldes. Vor diesen kleinen Tierchen muss man weiß Gott keine Angst haben, als mir allerdings kurz darauf ein locker 2 Meter langer Varan direkt über den Weg läuft, habe ich schon Respekt. Und der Gefährte frisst die Moskitos - oder soll es zumindest. Chumphon - Markt Wir haben umdisponiert und den Flieger für die Rückreise nach Bangkok gewählt. Wieder zwei Tage Zugchaos oder 10 Stunden Bus, das muss nicht sein. So haben wir noch etwas Zeit. Gerüchteweise haben wir gehört, dass der Flughafen in Chumphon mangesl Passagieren zwischenzeitlich geschlossen ist. ... der in Dubai nicht